🔥 Saunaaufguss selber machen: Dein Guide für magische Momente

🔥 Saunaaufguss selber machen: Dein Guide für magische Momente
🔥 Saunaaufguss selber machen: Dein Guide für magische Momente
💡 Gut zu wissen: Für einen klassischen Aufguss genügen bereits 100–200 ml Wasser mit 10–15 Tropfen ätherischem Öl pro Aufgussrunde — die entstehende Dampfwolke erhöht die gefühlte Temperatur in der Kabine um bis zu 15 °C.

Stell dir vor, du lehnst zurück in deiner Sauna, schließt die Augen – und plötzlich steigt ein Duft auf, den du selbst kreiert hast: frischer Eukalyptus, ein Hauch Minze, vielleicht ein Tick Zitrone. Genau dieses Erlebnis kannst du haben, wenn du deinen Aufguss für die Sauna selber machst.

Einen Saunaaufguss selber zu machen ist einfacher, als die meisten denken – und die Vorteile sprechen für sich. Du bestimmst selbst, welche Inhaltsstoffe in dein Aufgusskonzentrat kommen, du weißt genau, was du einatmest, und du kannst dein ganz persönliches Dufterlebnis immer wieder neu erfinden. Ob du dich nach einer langen Woche tief entspannen möchtest, eine Erkältung kurieren willst oder einfach neue Energie brauchst – mit dem richtigen Rezept ist deine Sauna mehr als nur Hitze und Schweiß. Sie wird zur persönlichen Wohlfühloase, abgestimmt auf deine Bedürfnisse.

Die Basis für jeden selbst gemachten Saunaaufguss ist schnell erklärt: hochprozentiger Alkohol (etwa 96-prozentiger Ethanol), hochwertige ätherische Öle und destilliertes Wasser bilden das Grundgerüst. Klingt simpel? Ist es auch – wenn du die richtige Dosierung kennst und ein paar Sicherheitshinweise beachtest. Denn Saunaaufgüsse sind konzentriert, und ein zu großzügiger Schuss kann schnell zu intensiv werden oder sogar die empfindlichen Atemwege reizen.

In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie aufguss sauna selber machen wirklich funktioniert: von der Auswahl der besten ätherischen Öle über bewährte Rezepte für unterschiedliche Wirkungen bis hin zu häufigen Fehlern, die du unbedingt vermeiden solltest. Du erfährst, welche Zutaten du brauchst, wie du sie richtig kombinierst und wie du deinen selbst gemachten Aufguss sicher und wirkungsvoll anwendest. Egal ob du Anfänger oder erfahrener Saunagänger bist – hier findest du alles, was du brauchst, um dein Saunaerlebnis auf das nächste Level zu heben.

🌿 Saunaaufguss selber machen - Die Vorteile

Wer regelmäßig die Sauna besucht, kennt das Ritual: Der Saunameister tritt ein, greift zur Kelle, schöpft Wasser auf die heißen Steine und schwenkt ein Wedeltuch durch den aufsteigenden Dampf. Was dabei in Ihren Lungen landet, bestimmt maßgeblich, wie wohl Sie sich dabei fühlen. Fertige Aufgusskonzentrate aus dem Handel sind praktisch, aber sie lassen kaum Raum für persönliche Vorlieben — und enthalten oft Konservierungsstoffe, synthetische Duftstoffe oder andere Zusätze, über die Sie als Verbraucher wenig Kontrolle haben. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil, wenn Sie Ihren Saunaaufguss selber machen: Sie wissen von Anfang an, was im Wasser ist — und was nicht.

Der Gedanke, einen Saunaaufguss zu Hause selbst herzustellen, mag auf den ersten Blick aufwendig klingen. In der Praxis ist es überraschend einfach, und wer einmal damit angefangen hat, möchte kaum noch auf fertige Produkte zurückgreifen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von rein wirtschaftlichen Überlegungen bis hin zu einem ganzheitlicheren Saunaerlebnis, das wirklich zu Ihrer persönlichen Wellnesspraxis passt.

Individuelle Duftkreationen, die zu Ihnen passen

Einer der größten Vorteile beim Selbermachen ist die schier unbegrenzte Möglichkeit zur Individualisierung. Fertige Aufgüsse kommen in standardisierten Geschmacksprofilen daher: Eukalyptus, Minze, Fichte — das klassische Repertoire. Wer jedoch empfindlich auf bestimmte Duftstoffe reagiert, spezielle Vorlieben hat oder einfach neue Kombinationen ausprobieren möchte, stößt mit vorgefertigten Produkten schnell an Grenzen. Wenn Sie Ihren Aufguss selbst kreieren, können Sie verschiedene ätherische Öle frei kombinieren und dabei gezielt auf Ihre Stimmung, Jahreszeit oder körperliche Verfassung eingehen.

Im Winter wärmt eine Kombination aus Zirbelkiefer und Rosmarin nicht nur die Sinne, sondern wirkt belebend und schärft die Konzentration. An stressigen Tagen hingegen schenkt ein Aufguss mit Lavendel und Bergamotte die nötige innere Ruhe. Im Frühling verleiht frisches Zitronengras dem Saunaerlebnis eine leichte, erfrischende Note, die mit keinem Fertigprodukt ganz zu erreichen ist. Diese gestalterische Freiheit ist einer der stärksten Gründe, warum immer mehr Saunafreunde den Schritt zur Eigenproduktion wagen. Hochwertige Sauna Duftoel-Sorten bilden dabei die Grundlage für jede individuelle Kreation — sie lassen sich präzise dosieren und sind in unzähligen Variationen erhältlich, sodass Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind.

Volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe

Viele Menschen, die regelmäßig saunieren, tun das aus gesundheitlichen Gründen. Die Sauna stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung und unterstützt die Entgiftung über die Haut — ein Thema, das auch im Kontext von Sauna Abnehmen immer wieder diskutiert wird. Wer seinen Körper bewusst pflegt, möchte natürlich auch genau wissen, welche Substanzen er mit dem aufsteigenden Dampf einatmet. Bei selbst hergestellten Aufgüssen behalten Sie die vollständige Kontrolle — von der Herkunft des ätherischen Öls bis zum letzten Tropfen im Saunaeimer.

Viele kommerzielle Aufgussprodukte enthalten neben den eigentlichen Duftstoffen auch Emulgatoren, Konservierungsmittel, Stabilisatoren und mitunter synthetisch erzeugte Aromen, die mit natürlichen ätherischen Ölen kaum mehr gemein haben als der Name. Für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Allergien oder empfindlicher Haut kann das problematisch sein. Wenn Sie hingegen reine, zertifizierte ätherische Öle verwenden und diese mit sauberem Wasser mischen, wissen Sie exakt, was in Ihre Sauna kommt. Das gibt nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern auch echte mentale Ruhe — denn Saunieren sollte eine vollständige Auszeit vom Alltag sein, nicht eine neue Quelle für Unsicherheit über das, was man einatmet.

Wer also Wert auf naturbelassene Rohstoffe legt, findet im Selbermachen des Aufgusses eine logische Konsequenz des eigenen Gesundheitsbewusstseins. In Kombination mit einem fundierten Saunasteine Test, der sicherstellt, dass nur hochwertige, schadstofffreie Steine zum Einsatz kommen, entsteht ein vollständig kontrolliertes und naturnahes Saunaerlebnis — von der Grundausstattung bis zum fertigen Dampfstoß.

Echte Kostenersparnis im Vergleich zu fertigen Produkten

Ein weiterer handfester Vorteil liegt im Geldbeutel. Fertige Aufgusskonzentrate werden in der Regel in kleinen Flakons von 100 bis 500 Milliliter angeboten. Obwohl man pro Aufguss meist nur wenige Milliliter benötigt, summieren sich die Kosten bei regelmäßiger Nutzung schnell zu einer spürbaren monatlichen Ausgabe. Qualitativ hochwertige Fertigprodukte sind dabei naturgemäß teurer als Massenware — und günstigere Varianten enthalten häufig genau jene synthetischen Zusätze, die man eigentlich vermeiden möchte. Man bezahlt also entweder für Qualität oder für Kompromisse.

Ätherische Öle hingegen, die Sie als Basis für selbst gemachte Aufgüsse nutzen, haben eine enorme Ausbeute. Ein kleines Fläschchen hochwertiges Eukalyptusöl reicht — korrekt dosiert — für viele Dutzend Aufgüsse. Wenn man die Kosten pro Anwendung berechnet, liegt der selbst gemischte Aufguss meist deutlich unter dem Preis fertiger Konkurrenzprodukte. Das gilt besonders dann, wenn man sich eine kleine Grundausstattung von fünf bis acht verschiedenen Ölen anlegt, die sich je nach Stimmung, Jahreszeit und persönlichem Befinden flexibel kombinieren lassen. Diese Anfangsinvestition amortisiert sich erfahrungsgemäß nach wenigen Wochen regelmäßiger Nutzung.

Zur Ausrüstung gehört selbstverständlich auch das passende Werkzeug: Ein hochwertiger Saunaeimer Kelle-Set ist für jeden, der regelmäßig aufgießt, unverzichtbar. Mit dem richtigen Zubehör wird das Aufgießen nicht nur komfortabler, sondern auch präziser — denn gleichmäßiges Dosieren über die Kelle ist der Schlüssel zu einem wohltemperierten, gleichmäßig verteilten Dampfstoß, der den ganzen Raum erfüllt.

Nachhaltigkeit als gelebter Wert

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt spielt Nachhaltigkeit für viele Saunafreunde eine wachsende Rolle. Fertige Aufgussprodukte kommen regelmäßig in Kunststoffflaschen, die nach dem Verbrauch im Müll landen. Wer seinen Aufguss selbst herstellt, reduziert diesen Verpackungsmüll erheblich: Ätherische Öle werden in kleine, langlebige Glasfläschchen abgefüllt, und die Mischung wird direkt im eigenen Saunaeimer angerührt — ohne Einwegverpackung, ohne unnötigen Plastikmüll, ohne das schlechte Gewissen beim Wegwerfen der leeren Flasche.

Wer außerdem auf Bio-zertifizierte ätherische Öle zurückgreift, die ohne synthetische Pestizide und in ökologisch verantwortungsvoller Landwirtschaft gewonnen wurden, schließt den Kreislauf konsequent: Das Saunaerlebnis wird nicht nur für den eigenen Körper, sondern auch für die Umwelt verträglicher. In einer Zeit, in der der bewusste Umgang mit Ressourcen immer wichtiger wird, ist dieser Aspekt mehr als ein nettes Nebenargument — er ist für viele Menschen ein zentrales Motiv, das weit über den reinen Wellnessfaktor hinausgeht.

Wer das Saunaerlebnis noch weiter verfeinern möchte, sollte auch an einen passenden Saunahut denken: Er schützt den Kopf vor übermäßiger Hitzeeinwirkung und ermöglicht es, deutlich länger in der Kabine zu verweilen — und so die Wirkung des selbst gemachten Aufgusses vollständig zu entfalten. Wer sein Wellness-Spektrum darüber hinaus erweitern möchte, findet auch rund um das Thema Dampfbad Gesundheit eine hervorragende Ergänzung zur klassischen Sauna: Natürliche Düfte und hochwertige Inhaltsstoffe spielen dort eine ebenso wichtige Rolle für das körperliche Wohlbefinden wie beim finnischen Aufguss.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wer seinen Saunaaufguss selber macht, gewinnt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Freiheit zur individuellen Duftgestaltung, die Sicherheit über verwendete Inhaltsstoffe, die wirtschaftliche Effizienz und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind vier starke Argumente, die gemeinsam ein überzeugendes Bild ergeben. Und der vielleicht schönste Nebeneffekt: Das Herstellen des eigenen Aufgusses ist selbst bereits eine Form der Achtsamkeit — ein bewusster, kreativer Moment, der die Vorfreude auf den nächsten Saunabesuch steigert und das gesamte Ritual noch persönlicher und bedeutsamer macht.

💡 So stellst Du einen Saunaaufguss her (Anleitung)

Ein selbst hergestellter Saunaaufguss ist kein Hexenwerk – und das Ergebnis kann sich deutlich von industriell gefertigten Produkten aus dem Handel unterscheiden. Wer einmal verstanden hat, wie ein Aufguss chemisch und physikalisch funktioniert, erkennt schnell: Die Qualität liegt in der Zusammensetzung der Zutaten, der richtigen Reihenfolge und dem Wissen um Verhältnisse. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Dir, wie Du zu Hause einen professionellen Saunaaufguss herstellen kannst – mit Erklärungen zu jedem Material und dem genauen Grund, warum es so und nicht anders gemacht wird.

Zutaten für selbst gemachten Saunaaufguss: ätherische Öle, Wodka und Wasser auf einem Holztisch
Alle Zutaten griffbereit: ätherische Öle, hochprozentiger Alkohol und gefiltertes Wasser bilden die Basis jedes selbst gemachten Aufgusses

Benötigte Materialien

Bevor Du mit dem Mischen beginnst, solltest Du alle notwendigen Materialien griffbereit haben. Die richtige Ausrüstung ist entscheidend – nicht nur für die Qualität des Aufgusses, sondern auch für die Haltbarkeit und die Sicherheit beim Umgang mit ätherischen Ölen.

  • Hochprozentiger Alkohol (mind. 40 Vol.%) – Am besten eignet sich geschmacksneutraler Wodka oder reiner Ethylalkohol aus der Apotheke. Der Alkohol dient als Emulgator: Er löst die fettlöslichen ätherischen Ölmoleküle auf und sorgt dafür, dass sie sich später gleichmäßig im Wasser verteilen können. Ohne diesen Schritt würden die Öle auf der Wasseroberfläche schwimmen und beim Aufguss unkontrolliert verdampfen oder auf den heißen Steinen anbrennen.
  • Hochwertige ätherische Öle – Qualität ist hier keine Option, sondern Pflicht. Günstige synthetische Aromastoffe reagieren bei großer Hitze unberechenbar und können unangenehme oder sogar gesundheitsschädliche Verbindungen erzeugen. Setze ausschließlich auf 100% naturreine ätherische Öle in Lebensmittel- oder Aromatherapiequalität. Welche Duftrichtungen besonders gut für die Sauna geeignet sind und worauf Du beim Kauf achten solltest, erfährst Du im ausführlichen Ratgeber zu Sauna Duftoel.
  • Gefiltertes oder stilles Mineralwasser – Leitungswasser mit hohem Kalkgehalt kann die Mischung trüben und die Haltbarkeit verringern. Im Zweifelsfall stilles Mineralwasser oder abgekochtes und abgekühltes Leitungswasser verwenden.
  • Dunkle Glasflasche (100–500 ml) – Licht und Wärme zersetzen ätherische Öle schnell. Braun- oder Blauglasbehälter mit Schraubverschluss oder Tropfaufsatz sind ideal. Plastikflaschen sind absolut ungeeignet, da viele Öle Kunststoff anlösen können und dabei chemische Verbindungen entstehen.
  • Messbecher oder Pipette (1–5 ml) – Präzision ist bei der Dosierung von ätherischen Ölen entscheidend. Eine Überdosierung führt nicht nur zu einem unangenehm stechenden Geruch, sondern kann auch Schleimhäute und Atemwege reizen. Eine Glaspipette oder ein kleiner Messbecher gehört deshalb zur unverzichtbaren Grundausstattung.
  • Trichter und Rührstab aus Glas oder Edelstahl – Für sauberes Abfüllen und homogenes Vermischen der Zutaten ohne Aromaverlust oder Verunreinigung.

Wer regelmäßig Aufgüsse herstellt und anwendet, dem empfiehlt sich außerdem ein hochwertiger Saunaeimer mit passender Kelle. Denn selbst der perfekt gemischte Aufguss entfaltet sein volles Potenzial erst dann, wenn er gleichmäßig und kontrolliert über die Steine gegossen wird – Schöpfkelle und Eimer aus Holz oder Edelstahl machen dabei einen spürbaren Unterschied.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Die Grundformel für einen klassischen Saunaaufguss lautet: 1–3% ätherische Öle, 10–15% Alkohol, Rest Wasser. Für eine Flasche mit 100 ml Inhalt bedeutet das in der Praxis: 1–2 ml ätherisches Öl, 10–15 ml Wodka (40 Vol.%) und 83–89 ml Wasser. Diese Verhältnisse kannst Du je nach gewünschter Intensität anpassen, solltest aber die 3%-Grenze bei den Ölen nicht überschreiten, um Hautreizungen oder Atemwegsbeschwerden zu vermeiden.

Schritt 1: Alkohol und ätherische Öle emulgieren
Fülle zuerst den abgemessenen Alkohol in die Glasflasche. Gib dann – Tropfen für Tropfen – die ätherischen Öle hinzu. Durch den Alkohol lösen sich die fettlöslichen Ölmoleküle auf und können sich anschließend gleichmäßig im Wasser verteilen. Verschließe die Flasche und schüttle sie kräftig für etwa 30 Sekunden, bis die Mischung klar und gleichmäßig aussieht. Du kannst auch verschiedene Öle miteinander kombinieren – zum Beispiel Eukalyptus und Pfefferminze für einen belebenden Winteraufguss oder Lavendel und Zirbe für eine entspannende Abendvariante.

Schritt 2: Wasser langsam hinzufügen
Gib das gefilterte Wasser jetzt langsam zur Alkohol-Öl-Mischung. Wichtig: immer das Wasser zur Öl-Alkohol-Mischung geben, nicht umgekehrt. Das verhindert, dass die bereits emulgierten Öle wieder ausfallen und sich als Schlieren absetzen. Füge das Wasser in einem dünnen Strahl hinzu und schüttle die Flasche dabei leicht. Die fertige Mischung ist je nach Ölsorte leicht trüb oder klar – beides ist normal und unbedenklich.

Schritt 3: Beschriften und richtig lagern
Notiere auf einem wasserfesten Aufkleber Datum, Ölsorte(n) und Mischungsverhältnis. Selbst gemachte Aufgüsse sind bei kühler, lichtgeschützter Lagerung in der Regel 6–12 Monate haltbar. Bewahre die Flasche niemals in der Nähe der Sauna auf – anhaltende Wärme zersetzt die Wirkstoffe der ätherischen Öle rapide. Ein kühler, dunkler Schrank ist ideal.

Schritt 4: Aufguss anwenden
Für einen einzelnen Aufgussgang mischst Du üblicherweise 200–400 ml Wasser mit 10–20 ml Deines selbst gemachten Konzentrats in der Saunakelle oder im Eimer. Diese Mischung gießt Du dann langsam und in mehreren kleinen Schüben über die heißen Saunasteine, damit der Dampf gleichmäßig aufsteigt und die Hitze nicht schlagartig zunimmt. Ein gut sitzender Saunahut schützt Deinen Kopf und Deine Ohren vor der intensiven Strahlungshitze, die beim Aufguss entsteht – besonders im oberen Bereich der Saunabank.

Warum ist Alkohol notwendig – und gibt es Alternativen?

Die Frage kommt häufig: Funktioniert das auch ohne Alkohol? Die ehrliche Antwort lautet: bedingt. Ätherische Öle sind wasserunlöslich und benötigen zwingend einen Emulgator, um sich im Wasser zu verteilen. Alkohol ist der zugänglichste, preisgünstigste und in der Selbstherstellung einfachste Emulgator für diesen Zweck. Ohne ihn schwimmt das Öl auf dem Wasser, und beim Aufguss verdampft es unkontrolliert oder landet in Klumpen auf den Steinen – was zu Qualm und unangenehmem Geruch führt.

Als alkoholfreie Alternativen eignen sich Emulgatoren auf Glycerinbasis oder spezielle saunafertige Ölemulsionen aus dem Fachhandel, die bereits fertig emulgiert sind und direkt ins Aufgusswasser gegeben werden können. Diese Produkte werden industriell hergestellt und sind technisch ausgereift, aber in der Eigenproduktion schwieriger zu dosieren und weniger flexibel in der Duftgestaltung. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann außerdem auf fertige Saunakonzentrate auf Wasserbasis zurückgreifen – wobei man dann streng genommen keinen selbst hergestellten Aufguss im klassischen Sinne mehr verwendet.

Für alle, die über die reine Anleitung hinaus mehr über die gesundheitlichen Wirkungen des Saunierens erfahren möchten: Die regelmäßige Nutzung einer Sauna in Kombination mit qualitativ hochwertigen Aufgüssen hat nachweislich positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System, Immunabwehr und Stressreduktion. Wer sich auch für die Wirkung von Wasserdampf interessiert, findet weiterführende Informationen im Bereich Dampfbad Gesundheit. Und wer wissen möchte, ob regelmäßiges Schwitzen langfristig beim Abnehmen helfen kann, dem sei der Ratgeber zu Sauna und Abnehmen empfohlen.

Der selbst gemachte Aufguss ist mehr als ein kreatives Hobby – er ist Ausdruck einer bewussten Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohlbefinden. Wer Kontrolle über Zutaten, Konzentration und Duftprofil übernimmt, erlebt eine Form des Saunierens, die sich deutlich persönlicher und intensiver anfühlt als der Standard-Aufguss aus der Plastikflasche.

🧪 Saunaaufguss Rezepte zum Nachmachen

Ein guter Saunaaufguss ist weit mehr als heißes Wasser auf Steine geschüttet — er ist ein sorgfältig komponiertes Dufterlebnis, das Körper und Geist in Einklang bringt. Wer seine Aufgüsse selber macht, hat die volle Kontrolle über Duftintensität, Zusammensetzung und Wirkung. Ob du entspannen, eine Erkältung bekämpfen oder dich neu beleben möchtest: Die folgenden Rezepte sind praxiserprobt, mit genauen Mengenangaben versehen und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Das Herzstück jedes Rezepts ist ein hochwertiges Sauna Duftoel, denn nur aus naturreinen ätherischen Ölen entsteht ein Aufguss, der seinen Namen wirklich verdient.

Bevor du mit dem ersten Rezept loslegst, ein grundlegender Hinweis zur Dosierung: Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Als Faustregel gilt für die private Sauna: 2 bis 5 Tropfen pro Liter Aufgusswasser. Im Zweifel weniger — ein zu intensiver Duft kann die Atemwege reizen, besonders bei empfindlichen Personen oder Kindern. Das fertige Aufgusswasser gibst du dann mit einer Saunaeimer Kelle gleichmäßig und kreisförmig über die Saunasteine, immer von außen nach innen, um Spritzer auf den Heizkörper zu vermeiden. Wer regelmäßig aufgießt, merkt schnell: die Technik macht den Unterschied zwischen einem dichten, aromatischen Dampfstoß und einem schnell verpuffenden Wasserfilm.

Entspannungsaufguss

Der Entspannungsaufguss ist die Königsdisziplin für alle, die nach einem langen Arbeitstag wirklich abschalten möchten. Im Mittelpunkt steht Lavendelöl — eines der bekanntesten und am besten erforschten ätherischen Öle überhaupt. Seine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem ist wissenschaftlich gut belegt: Lavendel senkt den Cortisolspiegel, fördert die Entspannung der glatten Muskulatur und unterstützt einen erholsamen Schlaf. Kombiniert mit Bergamotte, das leicht süßlich und zugleich frisch duftet, entsteht ein Aufguss, der rastlose Gedanken zur Ruhe kommen lässt und den Geist sanft öffnet.

Rezept Entspannungsaufguss (für 1 Liter Aufgusswasser):

  • 4 Tropfen echter Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • 2 Tropfen Bergamotte
  • 1 Tropfen Ylang-Ylang (optional, intensiviert die entspannende Wirkung)

Alle Öle in einem kleinen Glasbehälter vorab mischen, dann ins lauwarme Wasser einrühren — niemals direkt auf die Steine tropfen, da das Öl sonst unkontrolliert verbrennt und beißende Rauchschwaden entstehen. Gib den Aufguss langsam und in mehreren Schüben über die Saunasteine, damit sich der Dampf gleichmäßig im Raum verteilt. Wer sich besonders wohlfühlen möchte, setzt sich einen Saunahut auf — er schützt die empfindliche Kopfhaut vor der Wärme und verlängert so den angenehmen Saunagang spürbar.

Eine beliebte Variante für dieses Rezept ist der Kräuteraufguss mit frischem Lavendel. Dazu einen kleinen Bund frischen Lavendel in kochendes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und das aromatische Kräuterwasser als Aufgussbasis verwenden. Frische Kräuter geben ein sanfteres, naturnaheres Dufterlebnis als reine ätherische Öle — ideal für Menschen, die intensive Düfte nicht vertragen, oder für Saunagänger, die gerne experimentieren.

Erkältungsaufguss

Kaum etwas ist wohltuender bei aufkommenden Erkältungssymptomen als ein gezielter Saunaaufguss mit atemöffnenden Wirkstoffen. Eukalyptusöl ist hier der unangefochtene Klassiker: Das 1,8-Cineol, der Hauptwirkstoff im Eukalyptus, weitet die Atemwege, löst festsitzenden Schleim und erleichtert das Atmen schon nach wenigen Atemzügen spürbar. Ergänzt durch Pfefferminze und Thymian entsteht ein Aufguss, der das Immunsystem gezielt anspricht und gleichzeitig eine frische, klare Atmosphäre in der Sauna schafft.

Rezept Erkältungsaufguss (für 1 Liter Aufgusswasser):

  • 3 Tropfen Eukalyptus (Eucalyptus globulus oder radiata)
  • 2 Tropfen Pfefferminze
  • 1 Tropfen Thymian (hat zusätzlich antibakterielle Eigenschaften)
  • 1 Tropfen Zeder oder Kiefer (optional, stärkt den Waldduft und beruhigt die Bronchien)

Wichtig: Dieser Aufguss ist nicht für kleine Kinder unter drei Jahren geeignet, da Menthol und Cineol bei Säuglingen zu Atemschwierigkeiten führen können. Bei Erwachsenen entfaltet dieser Aufguss seine volle Wirkung am besten in einer gut vorgeheizten Sauna bei rund 80 bis 90 Grad. Die Kombination aus trockener Hitze und ätherischen Ölen wirkt hier deutlich intensiver als ein vergleichbares Dampfbad — wer die Unterschiede beider Anwendungsformen kennenlernen möchte, findet im Beitrag über Dampfbad Gesundheit eine ausführliche Gegenüberstellung der jeweiligen Wirkweisen.

Ein altbewährtes Hausmittel als Ergänzung: einen Teelöffel Honig im Aufgusswasser auflösen. Honig enthält Enzyme und Antioxidantien, die beim Verdampfen zwar nicht vollständig erhalten bleiben, aber dennoch für eine leicht süßliche Note sorgen und die Schleimhäute mild beruhigen. Wer Honig und Eukalyptus kombiniert, erhält einen Aufguss, der in vielen norddeutschen Saunalandschaften als klassischer Winteraufguss gilt — warm, schützend und wirkungsvoll.

Belebender Aufguss

Wenn die Energie fehlt und der Kopf schwer ist, kann ein belebender Aufguss wahre Wunder wirken. Zitronenöl steht hier im Mittelpunkt: Frisch, kühl und aufmunternd aktiviert es das Gehirn, fördert die Konzentration und hebt die Stimmung. In Kombination mit Rosmarin — der klassischen Pflanze der Klarheit und Wachheit — und einem Hauch Wacholder entsteht ein Aufguss, der müde Sinne weckt, die Durchblutung anregt und das Immunsystem unterstützt.

Rezept Belebender Aufguss (für 1 Liter Aufgusswasser):

  • 3 Tropfen Zitrone (kaltgepresst, naturreines Öl)
  • 2 Tropfen Rosmarin ct. Cineol
  • 1 Tropfen Wacholder
  • 1 Tropfen Grapefruit (optional, verstärkt den frischen Zitruscharakter)

Ein wichtiger Hinweis bei Zitrusölen: Kaltgepresste Zitrusöle können phototoxisch wirken, das heißt, sie sensibilisieren die Haut bei UV-Exposition. In der Sauna selbst ist das kein Problem — beim anschließenden Aufenthalt in der Sonne sollte man jedoch direkten Hautkontakt mit unverdampften Ölen vermeiden. Wer regelmäßig belebende Aufgüsse macht, wird langfristig auch eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel feststellen: Durch die erhöhte Schweißproduktion und Kreislaufaktivierung kann regelmäßiges Saunieren das allgemeine Wohlbefinden spürbar verbessern, wie der Artikel über Sauna Abnehmen ausführlich erklärt.

Aufguss für Anfänger

Wer zum ersten Mal einen Aufguss selber macht, sollte mit einem einfachen Einöl-Rezept beginnen. Das reduziert mögliche Dosierungsfehler und hilft dabei, die Wirkung einzelner Öle isoliert kennenzulernen. Empfehlenswert für Einsteiger sind Tannennadel, Fichtennadel oder Zirbelkiefer — waldfrische, angenehm milde Düfte, die kaum reizen und dennoch eine klare, stimmungsaufhellende Wirkung haben. Viele Saunaanfänger unterschätzen, wie schnell sich ein intensiver Duft im heißen Raum entfaltet: Was auf dem Handrücken noch dezent riecht, wird in der Kabine bei 85 Grad zu einem vollständigen Aromabad.

Einsteigerrezept (für 1 Liter Aufgusswasser):

  • 3 bis 4 Tropfen Tannennadel oder Fichtennadel
  • Optional: einen kleinen Zweig frischer Fichte ins Aufgusswasser legen, 5 Minuten ziehen lassen, herausnehmen

Dieses Rezept verzeiht Dosierungsfehler, duftet angenehm und gibt Anfängern die Möglichkeit, den Rhythmus des Aufgießens zu üben — gleichmäßige Schübe alle 3 bis 4 Minuten, auf die Reaktion der Mitbadenden achten, Dampf mit einem ruhigen Fächeln aus einem Saunatuch verteilen.

Kindgerechter Aufguss

Saunagehen mit Kindern ist eine schöne Familientradition, erfordert aber besondere Sorgfalt beim Aufguss. Viele klassische ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze oder Kampfer sind für Kinder unter zwölf Jahren nicht geeignet. Stattdessen empfehlen sich folgende Öle für einen sanften, kindgerechten Aufguss: echter Lavendel (Lavandula angustifolia), Mandarine oder süße Orange sowie Benzoe mit seinem vanilligen, sehr gut verträglichen Duft.

Kindgerechtes Rezept (für 1 Liter Aufgusswasser):

  • 2 Tropfen Lavendel fein
  • 1 Tropfen Mandarine
  • 1 Tropfen Benzoe (optional)

Grundsätzlich gilt: Dosierung bei Kindern halbieren. Kinder reagieren empfindlicher auf ätherische Öle als Erwachsene, und in der Sauna ist die Wirkung durch die Wärme ohnehin verstärkt. Außerdem sollten Kinder in der Sauna stets auf der untersten Bank sitzen, wo die Temperatur deutlich niedriger ist als oben. Wer mehr über die Auswahl der richtigen Öle und Produkte erfahren möchte, findet beim Thema Sauna Duftoel eine kuratierte Übersicht zu naturreinen, zertifizierten Produkten, die sich für den häuslichen Gebrauch besonders bewährt haben.

Egal für welches Rezept du dich entscheidest — der selbst gemischte Aufguss ist dem Fertigprodukt aus dem Regal fast immer überlegen. Du weißt genau, was drin ist, kannst die Intensität frei anpassen und das Dufterlebnis vollständig auf deine Bedürfnisse abstimmen. Mit der Zeit entwickelst du ein Gespür für Duftharmonien, lernst welche Öle sich ergänzen und welche miteinander kollidieren, und wirst schließlich deine eigenen Lieblingsrezepte kreieren. Genau das ist das Besondere am Saunaaufguss selber machen: Es ist kein starres Rezept, sondern ein lebendiges Handwerk, das mit jeder Saunasession ein Stück besser wird.

⚠️ Was gilt es zu beachten (Dosierung, Sicherheit)

Wer den Aufguss in der Sauna selber macht, übernimmt Verantwortung – für sich selbst und für alle Mitbesucher. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Wirkstoffe, die bei unsachgemäßem Gebrauch reizen, verbrennen oder allergische Reaktionen auslösen können. Gleichzeitig ist der selbst gemischte Saunaaufguss eine der schönsten Möglichkeiten, das Erlebnis zu personalisieren. Damit das Wohlbefinden nicht zum Risiko wird, lohnt es sich, die wichtigsten Regeln rund um Dosierung, Sicherheit und Verträglichkeit genau zu kennen – bevor der erste Schöpflöffel Wasser auf die Steine trifft.

Dosierung: Weniger ist mehr

Die häufigste Fehlerquelle beim Selbstmischen eines Saunaaufgusses ist eine zu hohe Konzentration ätherischer Öle. In der Kabine sind die Poren weit geöffnet, die Schleimhäute der Atemwege besonders empfindlich und die Haut durch die Hitze in einem hochperzeptiven Zustand. Was draußen nach einem zarten Duft riecht, kann in der aufgeheizten Kabine schnell zur Reizflut werden – mit Hustenreiz, brennenden Augen oder Schwindel als mögliche Folge.

Als Richtwert gilt: Für einen klassischen Saunaaufguss mit einem Liter Wasser werden 5 bis 15 Tropfen ätherisches Öl empfohlen – je nach Intensität des Öls und persönlicher Vorliebe. Eukalyptus, Pfefferminze und Kampfer wirken schon in geringen Mengen sehr intensiv und sollten eher sparsam eingesetzt werden. Mildere Düfte wie Lavendel, Orange oder Zedernholz vertragen eine etwas höhere Dosierung, ohne zu überfordern.

Ein hochwertiges Sauna Duftoel, das speziell für den Saunabereich formuliert wurde, enthält häufig Hinweise zur empfohlenen Dosierung auf dem Etikett. Reine ätherische Öle aus der Aromatherapie sind dagegen oft deutlich konzentrierter und sollten mit noch größerer Zurückhaltung eingesetzt werden. Faustregel: Besonders bei Ölen, die ihr erstmals in der Sauna ausprobiert, startet ihr mit 5 Tropfen und erhöht die Menge erst beim nächsten Aufguss, wenn der Duft zu schwach wirkt. Wer die Mischung bereits vorab auf Verträglichkeit prüfen möchte, kann einen Tropfen auf ein feuchtes Tuch geben und es kurz an die Nase halten – ein erster Hinweis darauf, ob das Öl gut verträglich ist.

Auch die Technik beim Aufguss selbst beeinflusst die wahrgenommene Intensität. Das Wasser sollte langsam und gleichmäßig über die Saunaeimer Kelle auf die Steine gegeben werden – nie auf einmal und nie direkt in die Mitte des Ofens. Mehrere kleine Schöpfkellen über einige Minuten verteilt sorgen für eine gleichmäßige Duftentfaltung ohne plötzliche Dampfstöße, die die Atemwege überlasten.

Sicherheitshinweise: Was wirklich gefährlich werden kann

Der erste und wichtigste Sicherheitshinweis klingt banal, wird aber tatsächlich öfter missachtet als man denkt: Das Aufgusswasser ist kein Getränk. Die Mischung aus Wasser und ätherischen Ölen ist ausschließlich für den externen Gebrauch bestimmt. Ätherische Öle sind je nach Sorte stark leberschädigend, schleimhautreizend oder sogar toxisch, wenn sie in größeren Mengen oral aufgenommen werden. Wer eine fertig gemischte Aufgussmischung lagert, sollte sie deutlich beschriften und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

Ätherische Öle sollten außerdem nie unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden – auch nicht auf die Schläfen oder Wangen vor dem Saunagang. In der Hitze der Kabine kann das zu Verätzungen oder starken Hautreizungen führen. Wer Duftöle direkt auf dem Körper verwenden möchte, nutzt immer ein Trägeröl wie Jojobaöl oder Mandelöl als Verdünnungsmittel.

Ein oft unterschätztes Risiko besteht beim Aufguss mit Alkohol. Viele ältere Rezepte empfehlen die Zugabe von Bier, Wein oder Schnaps – die Vergasung von Alkohol in der Kabine erzeugt jedoch Dämpfe, die bei empfindlichen Personen Schwindel, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme auslösen können. Besonders in privaten Heimsaunen ohne professionelle Belüftung ist davon abzuraten. Ein selbst gemachter Saunaaufguss ohne Alkohol – also auf Basis von Wasser mit ätherischen Ölen oder Kräutertee – ist die gesündere und sicherere Variante. Wer das volle Wohlfühlpotenzial von Wärme und Dampf ausschöpfen möchte, findet in unserem Artikel zu Dampfbad Gesundheit vertiefende Einblicke dazu.

Beim Aufguss in Gemeinschaftssaunen gilt außerdem: Fragt vorher, ob Mitbesucher empfindlich auf bestimmte Düfte reagieren oder ob ein Aufguss überhaupt gewünscht ist. In vielen finnischen Saunen ist es üblich, den Aufguss gemeinsam zu entscheiden – diese Kultur des Rücksichtnehmens ist auch bei privaten Saunarunden sinnvoll. Außerdem sollten die Saunasteine regelmäßig kontrolliert werden: Verwitterte oder beschädigte Steine können bei wiederholtem Aufguss springen und Splitter in die Kabine schleudern. Ein rechtzeitiger Tausch schützt sowohl das Heizerlebnis als auch die Sicherheit der Nutzer.

Allergien und Verträglichkeit: Wer besonders aufpassen muss

Ätherische Öle sind natürliche Substanzen – aber „natürlich

🌿 Welche ätherischen Öle eignen sich für Saunaaufgüsse?

Der Aufguss ist das Herzstück jeder Saunasitzung – und das richtige ätherische Öl entscheidet darüber, ob die nächsten Minuten zu einem echten Wohlfühlerlebnis werden oder einfach nur heiß und schwitzintensiv bleiben. Wer ein Sauna Duftoel bewusst auswählt, kann gezielt Einfluss auf Körper und Geist nehmen: Erkältungssymptome lindern, tief entspannen oder neue Energie tanken – je nach Öl, Dosierung und persönlichem Ziel. Die Bandbreite der verfügbaren Öle ist enorm, doch einige haben sich über Jahrzehnte als besonders wirksam und verträglich erwiesen.

Grundsätzlich gilt: Für den Saunaaufguss kommen ausschließlich echte, hochwertige ätherische Öle in Frage. Synthetische Duftstoffe oder minderwertige Öle aus fragwürdigen Quellen können bei der Hitze schädliche Verbindungen freisetzen und die Atemwege reizen. Wer sein Wohlbefinden ernst nimmt, investiert in Qualität – und profitiert dann auch wirklich von den natürlichen Inhaltsstoffen. Auf dem Etikett sollte zwingend stehen: 100 % naturreines ätherisches Öl, ohne Zusatz von Trägerstoffen, Konservierungsmitteln oder synthetischen Aromen.

Verschiedene ätherische Öle für den Saunaaufguss auf einem Holzuntergrund
Hochwertige ätherische Öle sind das Herzstück eines aromatischen Saunaaufgusses

Beliebte Öle für den Saunaaufguss

Die Auswahl an ätherischen Ölen für die Sauna ist groß – doch nicht jedes Öl passt zu jeder Stimmung oder jedem Bedürfnis. Die folgenden fünf Öle gehören zu den beliebtesten und wirksamsten überhaupt und sollten in keiner gut ausgestatteten Saunatasche fehlen.

Eukalyptusöl – der Klassiker für die Atemwege

Eukalyptusöl ist wohl das bekannteste Saunaöl überhaupt. Sein charakteristischer, frisch-mentholartiger Duft öffnet die Atemwege innerhalb von Sekunden und macht das Atmen bei Erkältungen, verstopfter Nase oder saisonalen Beschwerden deutlich leichter. Der Hauptwirkstoff Cineol – auch Eukalyptol genannt – hat eine nachgewiesene schleimlösende und leicht keimhemmende Eigenschaft. Das macht Eukalyptusöl besonders in der Erkältungssaison unverzichtbar. Wer regelmäßig schwitzt und dabei seine Atemwege unterstützen möchte – ähnlich wie beim Dampfbad, das ebenfalls hervorragend für Schleimhäute geeignet ist – sollte Eukalyptusöl fest in seine Aufgussroutine integrieren.

Für einen Standardaufguss mit einem Saunaofen von 8 bis 10 kW genügen 5 bis 8 Tropfen auf 500 ml Wasser. Mehr ist hier definitiv nicht besser: Eine Überdosierung kann bei empfindlichen Personen zu Reizungen der Schleimhäute führen. Wer auf Qualität achtet, greift zu Ölen aus australischem oder tasmanischem Anbau – dort wachsen die Eukalyptussorten mit dem höchsten Cineol-Gehalt.

Latschenkieferöl – Bergluft pur in der Sauna

Latschenkieferöl – auch Latschenöl oder Krummholzöl genannt – ist das ideale Öl für alle, die nach einem anstrengenden Wandertag oder intensivem Sport Entspannung in der Sauna suchen. Es wird aus den Nadeln und Zweigen der Latschenkiefer (Pinus mugo) gewonnen, die in den Alpen auf über 1.000 Metern Höhe wächst. Der intensive, harzig-würzige Duft erinnert an frische Bergluft und wirkt gleichzeitig belebend und muskelentspannend. Sportler schätzen dieses Öl besonders wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung: In Kombination mit der Saunawärme kann es dazu beitragen, Verspannungen zu lösen und die körperliche Regeneration zu beschleunigen. Wer sich nach dem Saunieren wohler und leichter fühlen möchte, liegt mit Latschenkieferöl goldrichtig.

Pfefferminzöl – intensive Frische und geistige Wachheit

Pfefferminzöl ist für erfahrene Saunabegeisterte. Es enthält hohe Anteile an natürlichem Menthol – einem Stoff, der auf der Haut und den Schleimhäuten einen intensiven Kühleffekt erzeugt. Dieser Kühleffekt in Kombination mit der Saunawärme ist ein außergewöhnliches Erlebnis: Die Haut fühlt sich nach dem Aufguss angenehm kühl an, obwohl die Temperatur dieselbe geblieben ist. Das fördert die Durchblutung und schärft gleichzeitig die Sinne.

Vorsicht ist jedoch bei der Dosierung geboten: Pfefferminzöl ist hochkonzentriert und sollte niemals unverdünnt verwendet werden. Bereits 3 bis 5 Tropfen auf 500 ml Wasser reichen für einen intensiven Aufguss vollkommen aus. Für Kinder unter sechs Jahren sowie Personen mit Asthma oder Atemproblemen ist Pfefferminzöl generell ungeeignet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, mischt Pfefferminzöl mit Eukalyptusöl im Verhältnis 1:2 – so entsteht ein frischer, aber besser verträglicher Aufguss.

Zitronenöl – Sonnenschein für die Seele

Zitronenöl bringt Frische, Leichtigkeit und gute Laune in die Sauna. Sein spritziger, heller Duft hebt die Stimmung, fördert die Konzentration und verleiht dem Aufguss eine sommerlich-mediterrane Note. Besonders in den dunklen Wintermonaten kann ein Zitronenöl-Aufguss regelrecht aufmuntern – er vertreibt Trübsal und bringt mentale Frische, die man danach in den Alltag mitnimmt.

Wichtig zu wissen: Kaltgepresstes Zitronenöl enthält Furanocumarine und ist phototoxisch. In der Sauna ist das unproblematisch, aber wer danach in die Sonne geht, sollte die Haut gründlich abwaschen. Für den Saunaaufguss empfiehlt sich daher dampfdestilliertes Zitronenöl, das frei von diesen Verbindungen ist. Kombiniert mit Lavendelöl entsteht ein harmonisch-entspannendes Duftbild, das sowohl die Stimmung hebt als auch zur Ruhe einlädt.

Lavendelöl – tiefe Entspannung nach einem langen Tag

Lavendelöl ist das Öl der Entspannung schlechthin. Sein blumig-würziger Duft wirkt nachweislich beruhigend auf das Nervensystem, senkt messbar den Stresspegel und bereitet Körper und Geist auf einen tiefen, erholsamen Schlaf vor. Ein Lavendel-Aufguss am Abend ist deshalb die perfekte Einschlafvorbereitung – und das ideale Abendprogramm nach einem stressigen Arbeitstag.

Echtes Lavendelöl (Lavandula angustifolia) aus der französischen Haute-Provence gilt als das hochwertigste und verträglichste. Es enthält hohe Anteile an Linalool und Linalylacetat – beides Verbindungen, die beruhigend, krampflösend und leicht antientzündlich wirken. Im Unterschied zu Lavandin, einem Hybrid-Lavendel, der häufig als günstiger Ersatz angeboten wird, ist echtes Lavendelöl milder und im Duft deutlich angenehmer.

Wirkung der Öle und praktische Anwendung

Jedes ätherische Öl entfaltet seinen eigenen Wirkungsbereich – wer das versteht, kann seinen Aufguss gezielt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Für die Atemwege und bei Erkältungsneigung sind Eukalyptus und Latschenkiefer die erste Wahl. Für Entspannung und Stressabbau überzeugt Lavendel, idealerweise kombiniert mit einem Hauch Zitrone. Für Belebung und Konzentration sind Pfefferminze und Zitrone das perfekte Duopaar – ein morgendlicher Aufguss mit diesen Ölen startet den Tag energiegeladen.

Wer mehrere Öle kombiniert, sollte die Gesamtdosierung im Blick behalten: Die Gesamttropfenzahl aller Öle zusammen sollte die empfohlene Menge eines Einzelöls nicht überschreiten. Die bewährte Faustregel lautet: 5 bis 8 Tropfen Gesamtöl auf 400 bis 500 ml Wasser. Das Wasser wird zuerst in einen hochwertigen Saunaeimer mit Kelle gegeben, das Öl anschließend eingetropft und sorgfältig verrührt. Niemals das Öl direkt auf die heißen Steine geben – dort verbrennt es und kann unangenehme oder sogar gesundheitsschädliche Verbindungen freisetzen. Mehr zur Auswahl der richtigen Steine erfahren Sie im ausführlichen Saunasteine Test.

Damit der Aufguss auch wirklich genossen werden kann, ohne dass die Hitze am Kopf zu stark wird, empfiehlt sich der klassische Saunahut. Er schützt Kopfhaut und Haare vor übermäßiger Hitze und ermöglicht so längere Aufgusssitzungen – genug Zeit, damit die ätherischen Öle ihre volle Wirkung entfalten können. Wer seinen Körper noch umfassender in Schwung bringen möchte, liest ergänzend unseren Ratgeber zu Sauna und Abnehmen – denn regelmäßiges Schwitzen in Kombination mit gezielten Aufgüssen kann den Stoffwechsel langfristig unterstützen.

Empfehlung: Saunaöl-Set mit 5 ätherischen Ölen

Ein hochwertiges Set mit Eukalyptus, Latschenkiefer, Pfefferminze, Zitrone und Lavendel – ideal für Einsteiger und erfahrene Saunagänger gleichermaßen.

Auf Amazon ansehen →

🧖 Der Ablauf: So machst Du den perfekten Aufguss

Ein selbst gemachter Saunaaufguss ist weit mehr als das bloße Schütten von Wasser auf die heißen Saunasteine. Er ist ein kleines Ritual, das du mit der richtigen Vorbereitung, der passenden Technik und einer bewussten Nachbereitung zu einem echten Wellnesserlebnis machst. Wer einmal verstanden hat, wie der perfekte Aufguss funktioniert, möchte nie wieder ohne ihn in die Sauna gehen. In diesem Abschnitt führen wir dich Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf — von der Vorbereitung über den eigentlichen Aufguss bis zur entspannenden Ruhephase danach.

Vorbereitung: Der Grundstein für einen gelungenen Aufguss

Bevor du auch nur einen Tropfen Wasser auf die Saunasteine gibst, kommt die Vorbereitung — und die ist entscheidend. Eine gut vorbereitete Sauna und das richtige Aufgusswasser sind der halbe Erfolg.

Sauna vorheizen: Heize deine Sauna auf die gewünschte Temperatur vor. Für einen klassischen finnischen Aufguss empfehlen sich 80 bis 100 Grad Celsius. Wichtig: Die Saunasteine müssen vollständig durchgeheizt sein — das dauert je nach Saunatyp und Steinvolumen mindestens 30 bis 45 Minuten. Kalte oder nur halbgar erhitzte Steine verdampfen das Wasser nicht gleichmäßig und erzeugen weniger angenehmen Dampf. Wenn du nicht sicher bist, ob deine Steine in einwandfreiem Zustand sind, lohnt sich ein Blick in unseren Saunasteine Test — dort erfährst du, worauf es bei der Auswahl und Pflege der Steine ankommt.

Aufgusswasser vorbereiten: Für das Aufgusswasser verwendest du am besten handwarmes oder zimmerwarmes Wasser — niemals eiskaltes Leitungswasser direkt aus dem Hahn. Kaltes Wasser kann durch den extremen Temperaturschock die Saunasteine beschädigen oder sogar zum Platzen bringen. Mische dein Aufgusswasser in einem kleinen Behälter oder direkt im Saunaeimer vor. Das Mengenverhältnis ist eine Frage des persönlichen Geschmacks: Für einen milden Aufguss reichen 100 bis 150 ml Wasser aus, für einen intensiven nimmt man bis zu 200 ml pro Aufguss.

Das Duftöl wählen: Jetzt kommt der Teil, der den Aufguss von gut zu unvergesslich macht — die Wahl des richtigen Sauna Duftoels. Für Einsteiger eignen sich klassische Duftrichtungen wie Eukalyptus, Fichtennadel oder Minze, die die Atemwege befreien und gleichzeitig angenehm erfrischend wirken. Für Fortgeschrittene bieten sich komplexere Mischungen wie Zedernholz, Lavendel oder tropische Früchte an. Gib das Duftöl sparsam ins Aufgusswasser — je nach Konzentration des Öls genügen 3 bis 8 Tropfen auf einen halben Liter Wasser. Zu viel Duftöl kann die Schleimhäute reizen und den Aufguss unangenehm intensiv machen.

Ausrüstung bereithalten: Lege dir alles zurecht, was du brauchst: einen Saunaeimer und eine Kelle zum gleichmäßigen Schöpfen, ein Liegetuch sowie — besonders wenn du auf der oberen Bank sitzt — einen Saunahut, der deinen Kopf vor der extremen Strahlungshitze schützt. Der Saunahut ist kein modisches Accessoire, sondern ein praktisches Hilfsmittel: Er verhindert Hitzestau am Kopf und ermöglicht es dir, länger und entspannter in der Sauna zu bleiben, ohne dass sich unangenehmer Druck oder Schwindel einstellt.

Der Aufguss: Technik, Timing und das richtige Wedeln

Nun kommt der spannendste Teil — der eigentliche Aufguss. Hier trennt sich der erfahrene Sauna-Enthusiast vom Anfänger, denn die richtige Technik macht den Unterschied zwischen einem angenehmen, gleichmäßigen Dampfstoß und einer unruhigen, schnell verpuffenden Dampfwolke, die niemanden wirklich erreicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt? Setze dich erst in die Sauna, wenn sie vollständig aufgeheizt ist. Warte nach dem Betreten etwa 5 bis 10 Minuten, bis dein Körper sich an die Hitze gewöhnt hat, bevor du den ersten Aufguss machst. Das gibt dir außerdem die Möglichkeit, in Ruhe durchzuatmen und zur Entspannung zu finden. Wer zu früh aufgießt, riskiert, dass die Steine noch nicht heiß genug sind — der Dampf bleibt dann karg und flach.

Die Aufgusstechnik: Schöpfe das vorbereitete Aufgusswasser mit der Kelle aus dem Eimer und gieße es langsam und gleichmäßig über die heißen Saunasteine — nicht auf einmal, sondern in einem dünnen, kontrollierten Strahl. Fange in der Mitte des Ofens an und arbeite dich nach außen vor, damit der Dampf gleichmäßig aufsteigt. Zu hastig gegossenes Wasser landet direkt als Pfütze auf dem Ofenboden statt zu verdampfen. Gut erhitzte Saunasteine nehmen das Wasser sofort auf und erzeugen einen zischenden, kraftvollen Dampfstoß, der den gesamten Raum mit angenehmer Feuchtigkeit füllt.

Das Wedeln — die Königsdisziplin: Nach dem Gießen steigt der heiße Dampf zunächst zur Decke auf. Dort oben ist er am heißesten und intensivsten — für die Mitbadenden auf den unteren Bänken zunächst kaum spürbar. Hier kommt das Wedeln ins Spiel. Nimm ein Handtuch oder einen Saunafächer und bewege es in gleichmäßigen, großen Kreisbewegungen über deinem Kopf. Das Ziel ist es, den heißen Dampf von der Decke nach unten zu befördern und gleichmäßig im Raum zu verteilen. Beginne langsam und steigere das Tempo, bis du eine gleichmäßige Dampfzirkulation spürst. Fortgeschrittene wechseln zwischen Kreisbewegungen und horizontalen Schlägen, um verschiedene Schichten im Raum zu erreichen. Ein vollständiger Aufguss dauert in der Regel 8 bis 15 Minuten — danach solltest du die Sauna verlassen, bevor die Hitze zu intensiv wird.

Mehrere Aufgüsse: Viele Sauna-Fans machen zwei oder drei Aufgüsse pro Saunagang. Warte zwischen den Aufgüssen mindestens 2 bis 3 Minuten, damit die Steine wieder ausreichend Temperatur aufbauen können. Zu häufiges Aufgießen kühlt die Steine ab und führt zu immer schwächerem Dampf. Nutze die kurzen Pausen, um tief zu atmen und deine Körperreaktion zu beobachten.

Aufguss in der Infrarotkabine: Wer eine Infrarotkabine besitzt, fragt sich oft, ob ein Aufguss dort überhaupt möglich ist. Die kurze Antwort: Ja, aber mit Einschränkungen. Viele moderne Infrarotkabinen verfügen über einen kleinen Zusatzofen oder Dampfgenerator, der einen leichten Aufguss ermöglicht. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Die Wärme in der Infrarotkabine wirkt direkter auf den Körper ein als in der klassischen finnischen Sauna, weshalb ein intensiver Dampfaufguss hier schnell als überwältigend empfunden wird. Mehr zu den gesundheitlichen Besonderheiten und Vorteilen der Infrarotkabine liest du in unserem Beitrag über Infrarotkabine Gesundheit.

Nachbereitung: Die Ruhephase als unverzichtbarer Teil des Rituals

Der Saunagang endet nicht mit dem Verlassen der Kabine — die Nachbereitung ist genauso wichtig wie Vorbereitung und Aufguss selbst. Wer diesen Schritt überspringt, verschenkt einen großen Teil der gesundheitlichen und regenerativen Vorteile, die das Saunieren mit sich bringt.

Abkühlen: Verlasse nach dem Aufguss die Sauna und kühle dich gezielt ab. Beginne mit frischer Luft auf der Terrasse oder im Freien, dann folgen ein kalter Wasserstrahl oder — wenn vorhanden — ein kurzes Tauchbecken. Starte dabei immer von den Extremitäten (Füße, Hände) und arbeite dich langsam zum Körperkern vor — das verhindert einen zu abrupten Kreislaufschock. Das Abkühlen ist keine unangenehme Pflicht, sondern der entscheidende Reiz, der deinen Organismus trainiert, das Immunsystem stärkt und die Durchblutung nachhaltig fördert.

Ruhephase: Nach dem Abkühlen folgt die Ruhephase — mindestens 15 bis 20 Minuten, besser länger. Leg dich auf eine Liege, atme ruhig und tief und lass deinen Körper in Stille regenerieren. In dieser Phase arbeitet dein Kreislauf auf Hochtouren, dein Körper schüttet Endorphine aus und deine Muskeln entspannen sich tief. Unterbreche diese Phase nicht durch Smartphones oder laute Gespräche. Wer regelmäßig sauniert und konsequent auf eine ausreichende Ruhephase achtet, wird feststellen, dass die positiven Effekte auf Schlaf, Stressabbau und allgemeines Wohlbefinden deutlich spürbarer werden. Welche Auswirkungen regelmäßiges Saunieren außerdem auf Stoffwechsel und Körpergewicht haben kann, erfährst du in unserem Artikel Sauna Abnehmen.

Flüssigkeit auffüllen: Trinke nach dem Saunagang ausreichend Wasser oder Kräutertee. Durch das intensive Schwitzen verliert dein Körper erhebliche Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten — diese müssen zügig wieder ausgeglichen werden. Vermeide direkt nach dem Saunagang Alkohol oder stark zuckerhaltige Getränke; beide belasten den Kreislauf und mindern die positiven Effekte des Aufgusses spürbar.

Mit dieser dreiteiligen Struktur aus sorgfältiger Vorbereitung, bewusster Aufgusstechnik und entspannter Nachbereitung hast du alles in der Hand, um zuhause einen Saunaaufguss zu erleben, der einem professionellen Wellness-Aufguss in nichts nachsteht. Die Investition in das richtige Zubehör und das Erlernen der Technik zahlt sich schnell aus — für dein Wohlbefinden, deine Gesundheit und ganz einfach für die Freude an einem echten, selbst gemachten Aufguss-Erlebnis.

❓ Häufige Fragen zum Saunaaufguss selber machen

Wie viel ätherisches Öl benötige ich für einen Saunaaufguss?

Die Dosierung hängt von der Größe des Aufgusseimers und der Intensität des verwendeten Öls ab. Als Faustregel gilt: Beginne mit etwa 5 bis 10 Tropfen ätherischem Öl auf einen Liter Aufgusswasser und passe die Menge nach deinem persönlichen Empfinden an. Kräftige Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminze solltest du deutlich sparsamer einsetzen als milde Düfte wie Lavendel oder Orange. Achte darauf, das Öl stets gut in das Aufgusswasser einzurühren — am besten mit einem Saunaeimer Kelle, damit sich die ätherischen Verbindungen gleichmäßig im Wasserdampf verteilen. Zu viel Öl kann die Schleimhäute reizen und den Aufguss unangenehm intensiv machen. Weniger ist oft mehr — starte konservativ und steigere die Menge über mehrere Sitzungen hinweg, bis du deine optimale Dosierung gefunden hast. Gerade bei der ersten Anwendung eines neuen Öls empfiehlt sich außerdem ein kurzer Geruchstest vor dem Einsatz in der Sauna, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.

Kann ich auch Duftöle anstelle von ätherischen Ölen verwenden?

Duftöle sind synthetisch hergestellt und wurden speziell für kosmetische oder aromatische Zwecke entwickelt — nicht für die Anwendung bei den hohen Temperaturen in der Sauna. Im Gegensatz dazu sind echte Sauna Duftoel-Produkte und ätherische Öle natürlichen Ursprungs, gewonnen durch Dampfdestillation oder Kaltpressung aus Pflanzenteilen. Sie enthalten aktive Wirkstoffe, die beim Verdampfen therapeutisch wirken können — etwa entzündungshemmend, schleimlösend oder beruhigend auf das Nervensystem. Synthetische Duftöle hingegen können bei den hohen Saunatemperaturen gesundheitsschädliche Verbindungen freisetzen und sind für diese Anwendung grundsätzlich nicht geeignet. Außerdem fehlt ihnen die aromatische Komplexität natürlicher Öle: Was aus der Flasche nach Wald riecht, erreicht niemals die Tiefe echter Tannennadelöle. Investiere daher lieber in zertifizierte ätherische Öle in Bioqualität — deine Atemwege und dein Wohlbefinden werden es dir danken.

Wie lange ist ein selbstgemachter Saunaaufguss haltbar?

Bei richtiger Lagerung hält sich ein selbstgemachter Saunaaufguss in der Regel 6 bis 12 Monate. Entscheidend sind dabei drei Faktoren: Dunkelheit, Kühle und ein luftdicht verschlossenes Behältnis aus dunklem Glas. Licht und Wärme bauen die empfindlichen aromatischen Verbindungen in ätherischen Ölen schnell ab und verringern sowohl Duftintensität als auch gesundheitliche Wirkung. Verwende deshalb niemals transparente Plastikflaschen — Glas ist die klar bessere Wahl, da es nicht mit den Ölen reagiert. Ein kühler Schrank oder Keller bietet optimale Bedingungen. Mische außerdem nur so viel an, wie du in absehbarer Zeit verbrauchst: Frisch angesetzter Aufguss entfaltet sein Aroma am intensivsten. Wenn du merkst, dass der Duft nachlässt oder sich die Mischung optisch verändert, solltest du einen neuen Ansatz herstellen. Ein kleines Etikett mit Herstellungsdatum hilft dir dabei, den Überblick zu behalten und Qualitätseinbußen rechtzeitig zu erkennen.

Welche ätherischen Öle sind für Kinder geeignet?

Für Kinder ab etwa 6 Jahren eignen sich ausschließlich milde, gut verträgliche ätherische Öle wie Lavendel, Kamille oder Mandarine. Diese Öle sind sanft gegenüber Haut und Atemwegen und können eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist entfalten. Stark reizende oder campherhaltige Öle wie Pfefferminze oder Eukalyptus sind für Kinder unter 12 Jahren grundsätzlich nicht geeignet — sie können Atemreize auslösen und werden von Kinderärzten ausdrücklich nicht empfohlen. Kinder unter 6 Jahren sollten generell nicht saunieren. Wenn du mit Schulkindern in die Sauna gehst, reduziere die Öldosierung auf die Hälfte der Erwachsenenmenge und achte auf eine ausreichende Belüftung des Raumes. Eine Saunazeit von 5 bis 8 Minuten ist für Kinder vollkommen ausreichend. Beobachte dein Kind während des Aufgusses aufmerksam und beende die Sitzung sofort, wenn es Unwohlsein oder Atembeschwerden äußert. Sicherheit geht hier immer vor Entspannungserlebnis.

Kann ich den Aufguss auch ohne Alkohol herstellen?

Ja, ein alkoholfreier Saunaaufguss ist problemlos möglich. Alkohol wird in vielen Rezepten als Emulgator eingesetzt, weil er dabei hilft, fettlösliche ätherische Öle gleichmäßig im Wasser zu verteilen — denn Öl und Wasser vermischen sich von Natur aus nicht. Als Alternative bieten sich destilliertes Wasser oder Hydrolate (Blütenwasser) an, zum Beispiel Lavendelwasser oder Rosenhydrolat. Diese sind bereits leicht aromatisiert und enthalten natürliche Pflanzenextrakte. Um die Durchmischung zu verbessern, schüttle die Flasche vor dem Gebrauch kräftig und gib die Mischung unmittelbar danach auf die Saunasteine. Du kannst auch eine kleine Menge Meersalz hinzufügen, das als natürlicher Emulgator wirken kann. Alkoholfreie Aufgüsse eignen sich besonders für Personen mit empfindlichen Schleimhäuten, für Schwangere oder wenn Kinder mit in der Sauna sitzen. Die Wirkung ist etwas weniger intensiv, dafür aber außerordentlich sanft und gut verträglich.

Quellen

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Sicherheitsbewertung ätherischer Öle bei Verbrauchern — bfr.bund.de
  • Deutsche Sauna-Gesellschaft e.V.: Leitfaden zur Saunapraxis und korrekten Aufgussgestaltung — sauna-gesellschaft.de
  • Wabner, D. & Beier, C. (Hrsg.): Aromatherapie — Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis. Urban & Fischer Verlag, München
  • Stiftung Warentest: Ätherische Öle — Qualität und Echtheit im Test — test.de
Alexander Krüger
Alexander Krüger Seit über 12 Jahren bin ich leidenschaftlicher Sauna-Gänger. Auf SaunaMagie teile ich ehrliches Wissen — ohne Werbesprech.