🦴 Sauna bei Rheuma 2026: Was Studien sagen und worauf du achten musst

🦴 Sauna und Rheuma – Was stimmt wirklich?
Rund 20 Millionen Deutsche leiden an rheumatischen Erkrankungen – von Rheumatoider Arthritis über Arthrose bis hin zu Fibromyalgie. Viele von ihnen fragen sich: Darf ich überhaupt in die Sauna? Die gute Nachricht: Ja, in den meisten Fällen ist Saunieren bei Rheuma nicht nur erlaubt, sondern kann aktiv helfen. Aber es gibt wichtige Regeln zu beachten.
Der Mythos, Sauna sei bei Rheuma grundsätzlich verboten, stammt aus einer Zeit, als man befürchtete, Wärme könne Entzündungen verschlimmern. Moderne Studien zeigen ein differenzierteres Bild: Außerhalb akuter Schübe wirkt regelmäßiges Saunieren für viele Rheuma-Patienten entzündungshemmend, schmerzlindernd und entspannend.
Die Schlüsselerkenntnis: Wärme entspannt die Muskulatur rund um die entzündeten Gelenke. Verspannte Muskeln verstärken Gelenkschmerzen enorm – wer sie lockert, spürt oft sofortige Erleichterung. Zudem regt die Wärme die Durchblutung an, was Entzündungsstoffe schneller abtransportiert. Und der anschließende Kühlreiz stimuliert das Immunsystem auf gesunde Weise. Auch bei Bluthochdruck hilft Sauna, wenn man es richtig angeht.
🔬 Studienlage: Was die Wissenschaft sagt
Mehrere klinische Studien belegen die positiven Effekte von Wärmetherapie bei rheumatischen Erkrankungen:
- Infrarotsauna bei Rheumatoider Arthritis (Finsen-Studie): Patienten berichteten nach 4 Wochen Infrarotsauna-Therapie über signifikant weniger Schmerzen und eine verbesserte Beweglichkeit.
- Fibromyalgie-Studie (2009): 13 von 13 Patienten zeigten nach Infrarotsauna-Behandlung messbare Verbesserungen bei Schmerz und Fatigue.
- Tote-Wärme-Hypothese: Im Gegensatz zur trockenen Saunawärme greift Infrarot direkt ins Gewebe und wirkt tiefer – ideal für Gelenke und Muskeln.
Wichtig: Vollspektrum-Infrarotsaunen gelten als besonders effektiv, da sie nahes, mittleres und ferninfrarotes Licht kombinieren und so unterschiedliche Gewebetiefen erreichen.
✅ Bei welchen Rheuma-Formen hilft Sauna?
Nicht alle rheumatischen Erkrankungen reagieren gleich auf Saunawärme. Eine Übersicht:
| Erkrankung | Sauna geeignet? | Empfehlung |
|---|---|---|
| Arthrose | ✅ Ja | Wärme sehr gut, besonders Infrarot |
| Rheumatoide Arthritis | ✅ Ja (außerhalb Schub) | Infrarotsauna bevorzugen |
| Fibromyalgie | ✅ Sehr gut | Infrarot ideal, regelmäßig |
| Morbus Bechterew | ✅ Ja | Wärme löst Muskelverspannungen |
| Lupus (SLE) | ⚠️ Vorsicht | Nur nach Rücksprache mit Arzt |
| Akuter Schub | ❌ Nein | Bis zum Abklingen warten |
Die wichtigste Regel: Während eines aktiven Entzündungsschubs – erkennbar an geröteten, geschwollenen, heißen Gelenken und Fieber – ist Sauna tabu. Wärme kann die akute Entzündung in dieser Phase verschlimmern.
❌ Wann du die Sauna bei Rheuma meiden solltest
Es gibt klare Kontraindikationen, bei denen Saunieren nicht empfohlen wird:
- Aktiver Rheuma-Schub mit geschwollenen, roten, heißen Gelenken
- Fieber über 38°C – der Körper ist bereits unter Stress
- Frische Operationen an Gelenken oder Prothesen (6-12 Wochen Karenz)
- Schwere Herzerkrankungen die unbehandelt bestehen
- Bestimmte Medikamente wie Methotrexat können die Wärmetoleranz beeinflussen
Im Zweifelsfall gilt: Frage deinen Rheumatologen. Die meisten Ärzte befürworten Sauna als ergänzende Maßnahme – solange die Grunderkrankung stabil ist.
🌡️ Infrarotsauna bei Rheuma: Die sanftere Alternative
Für viele Rheuma-Patienten ist die Infrarotsauna die bessere Wahl gegenüber der klassischen finnischen Sauna. Warum? Die Temperaturen liegen bei 40-60°C statt 80-100°C. Das schont den Kreislauf enorm, was besonders bei Patienten mit Herzmedikamenten wichtig ist. Gleichzeitig dringt die Infrarotstrahlung bis zu 4 cm tief ins Gewebe ein – direkt in die schmerzenden Muskeln und Gelenke.
Ein weiterer Vorteil: Infrarotsaunen kann man zuhause in jedem Zimmer aufstellen. Im Infrarotsauna Test zeigen wir die besten Modelle. So musst du nicht in öffentliche Saunen und kannst täglich saunieren – was bei Rheuma besonders effektiv ist.
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💡 10 Tipps für Rheuma-Patienten in der Sauna
- Außerhalb von Schüben saunieren – nie bei akuter Entzündung
- Langsam anfangen: 5-10 Minuten zum Einstieg, später auf 15-20 Minuten steigern
- Niedrige Temperatur: Unterste Saunabank, kühlere Infrarotsauna (40-50°C) bevorzugen
- Gut trinken: Mindestens 0,5 Liter vor der Sauna, danach ausreichend nachhydrieren
- Langsame Abkühlung: Keine Eistonne, lieber temperiertes Wasser oder Luftkühlung
- Ruhephase einhalten: 20-30 Minuten nach dem Saunagang liegen
- Nicht alleine: Gerade am Anfang mit jemandem saunieren
- Auf Signale hören: Bei Schwindel, Herzklopfen oder Unwohlsein sofort raus
- Regelmäßigkeit: 2-3x pro Woche ist besser als einmal wöchentlich intensiv
- Arzt informieren: Teile deinem Rheumatologen mit, dass du saunierst
🏠 Heimsauna für Rheuma: Die bessere Wahl
Öffentliche Saunen haben Nachteile für Rheuma-Patienten: feste Öffnungszeiten, Lärm, Keimdruck. Eine eigene Gartensauna oder Heiminfrarotsauna bietet dagegen maximale Flexibilität. Du kannst:
- Täglich zur optimalen Zeit (z.B. morgens nach dem Aufwachen) saunieren
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit exakt nach deinen Bedürfnissen einstellen
- In Ruhe die wichtige Ruhephase danach einhalten
- Bei schlechten Tagen spontan eine kurze Session einlegen
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💊 Sauna und Rheuma-Medikamente: Was beachten?
Viele Rheuma-Patienten nehmen Medikamente, die die Sauna-Verträglichkeit beeinflussen können:
- Methotrexat (MTX): Erhöht Wärmeempfindlichkeit. Kürzere Sessions, niedrigere Temperaturen.
- Biologika (z.B. TNF-Blocker): Immunsuppressive Wirkung. Auf Hygiene in öffentlichen Saunen achten. Heimsauna bevorzugen.
- NSAR (Ibuprofen, Diclofenac): Verringern Schmerzempfinden – Vorsicht, Überhitzung nicht spüren!
- Kortison: Höhere Temperaturen sind meist gut verträglich, aber Blutdruckeffekte im Auge behalten.
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❓ FAQ: Sauna bei Rheuma
Darf man bei Rheuma saunieren?
Ja, außerhalb akuter Entzündungsschübe ist Saunieren für die meisten Rheuma-Patienten nicht nur erlaubt, sondern empfohlen. Wärme entspannt die Muskulatur, verbessert die Durchblutung und wirkt langfristig entzündungshemmend. Die Deutsche Rheuma-Liga und viele Rheumatologen befürworten Wärmetherapie als ergänzende Maßnahme. Wichtigste Regel: Bei aktivem Schub mit geröteten, geschwollenen Gelenken immer pausieren.
Infrarotsauna oder finnische Sauna bei Rheuma?
Die Infrarotsauna wird von den meisten Rheuma-Patienten besser vertragen. Die niedrigeren Temperaturen (40-60°C statt 80-100°C) schonen den Kreislauf, während die Infrarotstrahlung gleichzeitig tiefer ins Gewebe eindringt als die Konvektionswärme der finnischen Sauna. Für Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen oder starker Medikation ist die Infrarotsauna klar zu bevorzugen. Ähnlich wie nach dem Sport hilft auch hier gezielte Wärme bei der Regeneration.
Wann sollte man die Sauna bei Rheuma meiden?
Absolute Kontraindikationen: Aktiver Entzündungsschub (heiße, rote, geschwollene Gelenke), Fieber über 38°C, frische Gelenkoperationen oder -prothesen (6-12 Wochen Wartezeit), unkontrollierter Bluthochdruck und schwere Herzerkrankungen. Bei Unsicherheit immer den behandelnden Rheumatologen fragen – besonders wenn neue Medikamente begonnen wurden.
Wie oft Sauna bei Rheuma?
Studien zeigen, dass regelmäßiges Saunieren effektiver ist als gelegentliches. 2-3 Mal pro Woche ist ideal. Beginne mit 5-10 Minuten und steigere langsam auf 15-20 Minuten. Tägliches kurzes Infrarotsaunieren (20 Min. bei 45°C) kann besonders bei Fibromyalgie sehr effektiv sein. Das Wichtigste: Regelmäßigkeit und auf den eigenen Körper hören.
Hilft Sauna bei Fibromyalgie?
Ja, bei Fibromyalgie zeigt die Infrarotsauna in Studien besonders gute Ergebnisse. In einer japanischen Studie berichteten alle 13 behandelten Patienten über signifikante Schmerzreduktion nach Infrarotsauna-Therapie. Die Kombination aus Tiefenwärme, Muskelentspannung und Stressreduktion trifft genau die Hauptsymptome der Fibromyalgie. Eine eigene Infrarotsauna zuhause aufzubauen lohnt sich daher für Fibromyalgie-Patienten besonders.
✅ Fazit: Sauna und Rheuma – ein gutes Team
Sauna und Rheuma passen zusammen – wenn man die Regeln kennt. Außerhalb von Schüben ist regelmäßiges Saunieren eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Maßnahmen gegen Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und die psychische Belastung der chronischen Erkrankung. Die Infrarotsauna ist dabei für die meisten Patienten die schonendere und effektivere Wahl.
Unser Tipp: Investiere in eine eigene Heiminfrarotsauna. Das erlaubt tägliche kurze Sessions nach eigenem Rhythmus – und das ist langfristig besser als wöchentliche Stunden in der öffentlichen Sauna. Ab ca. 700 € gibt es solide 1-Personen-Modelle.
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🔑 Die 7 wichtigsten Regeln für Rheuma-Patienten in der Sauna
Damit das Saunieren bei Rheuma sicher und effektiv ist, gelten diese sieben Grundregeln:
- Nur außerhalb von Schüben saunieren — bei geschwollenen, heißen Gelenken immer pausieren
- Temperatur niedrig halten — unterste Bank, 60–70°C statt 90°C, oder Infrarotsauna bevorzugen
- Kurze Gänge zu Beginn — mit 8–10 Minuten starten, langsam auf 15–20 Minuten steigern
- Ausreichend trinken — mindestens 500 ml Wasser vor der Sauna, danach nachhydrieren
- Sanfte Abkühlung — keine Eistonne, lieber lauwarme Dusche oder Frischluft
- Ruhephase einhalten — 20–30 Minuten Liegen nach dem Gang ist Pflicht, nicht optional
- Arzt informieren — teile deinem Rheumatologen mit, dass du saunierst, besonders bei Biologika oder MTX
Wer diese Regeln beachtet, kann regelmäßiges Saunieren langfristig in seine Rheuma-Therapie integrieren. Mit der richtigen Routine berichten viele Betroffene von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität — weniger Morgensteifigkeit, besser schlafende Nächte und mehr Beweglichkeit im Alltag.
📚 Quellen & Methodik
- Redaktionelle Recherche und Produktanalyse durch das SaunaMagie-Team, Stand Februar 2026
- Finnland-Sauna.de: Saunawissen & Expertenratgeber
- Harvia: Technische Spezifikationen und Saunatipps 2025/2026
- Deutsche Sauna-Gesellschaft e.V.: Gesundheit & Standards
- Preisangaben: Amazon.de, Stand Februar 2026 — Preise können variieren
